Neue B27: CDU Mössingen sieht sich durch Professor Monheim bestätigt

Offenheit für einen Dialog darüber, wie nachhaltige Mobilität im Steinlachtal mit der neuen B27 gelingen kann

Laut Schwäbischem Tagblatt vom 19.9. hält der von den Gegnern der Endelbergtrasse eingeladene Verkehrswissenschaftler Professor Monheim einen Tunnel durch Ofterdingen für zu teuer und zu kompliziert. Im Reutlinger Generalanzeiger vom 18.9. war er damit zitiert, dass das Projekt nicht mehr wegzukriegen sei und es darum gehe, die Eingriffe zu minimieren.

Die CDU Mössingen sieht sich in ihrer Haltung, dass es zur Endelbergtrasse keine realistischen Ausbaualternativen gibt, durch diese Aussagen des Verkehrswissenschaftlers bestätigt. Wenn es darum geht, punktuell Eingriffe in die Natur an einzelnen Stellen der vom Regierungspräsidium favorisierten Variante zu minimieren, so ist die CDU Mössingen dafür offen, soweit dies den Gesamtausbau nicht entscheidend verzögert oder gar verhindert. Der weitere Fortgang des Planfeststellungsverfahrens und die Erörterung des Regierungspräsidiums mit den Einwendern werden zeigen, was hier vielleicht noch möglich ist.

Sehr offen ist die CDU Mössingen für einen Dialog darüber, wie nachhaltige Mobilität im Steinlachtal in Verbindung mit der neuen B27 gelingen kann. Eine optimale Nutzung der geplanten P&R-Plätze sowie schnelle Fahrradverbindungen und abgestimmte ÖPNV- und Fahrradkonzepte zwischen den Steinlachtalgemeinden sind hier nur einige Punkte, über die in den kommenden Jahren zu sprechen sein wird.

Wichtig ist auch, die Planungen der Regionalstadtbahn für einen zweigleisigen und elektrifizierten Ausbau der Zollernalbbahn von Mössingen nach Tübingen schnell voranzubringen. Die positiven Auswirkungen der Tübinger Innenstadtstrecken miteingerechnet, geht das Regionalstadtbahnkonzept bislang von einem Zuwachs der Fahrgastzahlen von täglich immerhin 3.460 zusätzlichen Personen auf der gesamten Zollernalbbahn aus. Diese erwarteten Zuwachszahlen verdeutlichen aber zugleich, dass die Regionalstadtbahn nicht in der Lage sein wird, die Verkehrsmengen von 25.000 bis 30.000 KfZ pro Tag auf der B27 im Steinlachtal bedeutend zu mindern. Der Individual- und Straßenverkehr wird auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten bleiben.

Umso wichtiger ist, dass die Autokonzerne in die Lage versetzt werden, noch umweltfreundlichere und möglichst immissionsfreie Antriebsarten anzubieten, die sich am Markt in der Breite verkaufen lassen. Dazu gehört auch, den Ausbau einer dezentralen, regenerativen Treibstoffherstellung zügig voranzutreiben, etwa auf Basis von E-Fuels. Dies wäre ein entscheidender Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels und auch zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Automobilstandorts Baden-Württemberg.

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