Eine Stadt in Bewegung

Oberbürgermeister Michael Bulander stellte dem CDU-Stadtverband die Mössinger Perspektiven 2030 vor und gab einen Ausblick auf die Entwicklung der Großen Kreisstadt.

Bürgermeister Michael Bulander beim Vortrag
Bürgermeister Michael Bulander beim Vortrag

„Demokratie lebt vom Mitmachen“ betonte der Vorsitzende, Dirk Abel, bei seiner Begrüßung im Rahmen der Vorstandssitzung des CDU-Stadtverbands am vergangenen Donnerstag im Mössinger Ochsen. Es sei daher enorm wichtig, dass CDU-Mitglieder andere und sich selber immer wieder zum Mitmachen motivieren, zum Beispiel bei der Kommunalwahl 2019. Und deshalb sei er auch sehr dankbar, dass Oberbürgermeister Michael Bulander sich die Zeit zum Austausch mit dem CDU-Stadtverband nehme. Abel stellte heraus, dass Mössingen in den vergangenen Jahren in vielen Bereichen gut vorangekommen ist. Die CDU-Fraktion habe durch ihre aktive Gemeinderatsarbeit einen bedeutenden Beitrag dazu geleistet. Als Beispiele nannte Abel die Entwicklung der neuen Mitte rund um das Gesundheitszentrum, den Anstieg des Tourismus durch die Premiumwanderwege und die verstärkte Anerkennung bürgerlichen Engagements. 

 

Für die kommenden Jahre wünscht Abel sich, dass das Thema „herzliches und liebenswertes Mössingen“ noch stärker in den Fokus gerückt wird, z.B. durch die Verschönerung der Steinlach. Die Grundversorgung sei sehr gut. Weitere Verbesserungen könnten aber im ärztlichen und schulischen Bereich etwa durch einen zusätzlichen Kinderarzt und durch ein G9-Angebot erreicht werden. Auch bei der finanziellen Förderung von Vereinen, insbesondere bei der Jugend, könne noch mehr getan werden. Vor dem Hintergrund der knappen Belegungskapazitäten im Sportstättenbereich und des dort absehbaren Sanierungsbedarfs müsse außerdem ab 2019 ein aktiver Dialog der Stadt mit den Mössinger Sportvereinen aufgenommen werden.

 

Auch Oberbürgermeister Bulander hatte viele Ideen und ebenso viele Broschüren zum Stadtentwicklungsplan „Mössingen 2030“ im Gepäck. Sein Vortrag beleuchtet viele große und kleine Projekte, die aktuell anstehen: Die Qualitätsoffensive im Kindergartenbereich und in der Ferien- und Grundschulbetreuung, die Eröffnung des Hochwasserrückhaltebeckens in Belsen im Juni und massive Investitionen in den Schulbereich waren nur einige Stationen seines Rückblicks. Vielmehr ging es aber um den Blick nach vorne. „Und hierbei sind nicht nur Bergrutsche, sondern ist insbesondere die Stadt selbst in Bewegung," so Bulander.

„Begabungen zu Stärken machen“ lautet die Überschrift des Stadtentwicklungsplans. Bereits erfolgt sei dies beim Gesundheitszentrum, um das viele Bürgermeisterkollegen Mössingen inzwischen beneiden würden und welches den Startschuss für die weitere Innenstadtentwicklung gegeben hat. Noch erfolgen müsse dies bei der Gestaltung des Steinlachbogens rund um die Pausa, für die ein städtebaulicher Ideenwettbewerb bald ausgerufen wird. Das dortige neue Café sei bereits ein absoluter Volltreffer und würde Mut machen, dass die Mössinger diese Angebote nutzen würden.

 

Auch bei anderen Infrastrukturprojekten sei ein deutlicher Fortschritt erkennbar: Optimistisch zeigt Bulander sich, dass nach einem möglichen Spatenstich für den Ausbau der B27 Bodelshausen-Nehren Anfang 2021 man ja geschlossen 2027 vielleicht bereits zur Eröffnung fahren könne. Wichtiger sei außerdem der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und die Elektrifizierung im Rahmen der Regionalstadtbahn. 

Ein Wermutstropfen sei der Sanierungsstau bei den Mössinger Schulen: „Drei Grundschulen sind jüngst 50 Jahre alt geworden.“ Hier hofft Bulander auf eine weiter prächtige Konjunktur, um diese Aufgaben angehen und den so wichtigen Aspekt der Bildung angemessen fördern zu können. Ein Stadtteiltreff in Bästenhardt sowie eine praktikable Lösung bei der Sanierung der Sporthallen der Stadt seien weitere bedeutende Projekte, die anstehen.

 

In der folgenden Diskussion nahm sich Bulander viel Zeit, um auf verschiedene Fragen einzugehen: Ein größerer Wochenmarkt an einem Samstag auf einem neuen Marktplatz sei angedacht. Allerdings werde dies bis dahin noch viel Überzeugungsarbeit mit Blick auf die Suche nach weiteren Anbietern erfordern. Weiterhin sei es Ziel, innenstadtnahen Wohnraum zu schaffen, was beim Merz-Areal gut funktioniert hätte. Und natürlich sollen auch in Zukunft die Teilorte stark in den Blick genommen werden, damit die Gesamtstadt Mössingen in Bewegung bleibt.

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