Vereint in Vielfalt

CDU Mössingen auf Brüsselreise

Mitglieder des CDU-Stadtverbandes mit dem Europaabgeordneten Norbert Lins (4.v.l.)
Mitglieder des CDU-Stadtverbandes mit dem Europaabgeordneten Norbert Lins (4.v.l.)

Bereits beim Einstieg in den Bus in Rottenburg trafen die Teilnehmer des CDU-Stadtverbands Mössingen auf Vielfalt: Mit vierzig anderen Personen aus dem Allgäu und dem Oberland unterschiedlichsten Alters und ganz verschiedenen beruflichen Erfahrungen ging es auf Einladung des CDU-Europaabgeordneten Norbert Lins für vier Tage auf politische Bildungsreise in die europäische Hauptstadt Brüssel. Auf dem ebenso vielfältigen Programm standen u.a. eine Stadtführung, Besuche im Haus der Europäischen Geschichte und des Parlamentariums, Einblicke in die Herstellung der beliebten Brüsseler Pralinen sowie ein ausführliches Gespräch mit Norbert Lins. 

Als vielfältig stellten sich aber nicht nur die Reisegruppe und das Programm heraus, sondern auch Brüssel als Stadt: Von den 1,2 Millionen Einwohnern haben 63 Prozent einen Migrationshintergrund, was u.a. damit zu tun hat, dass Brüssel bereits in seiner Geschichte durch mehrere Königshäuser wie die Habsburger oder die Niederländer geprägt wurde. Auch baulich und architektonisch hat Brüssel Vieles und vor allem Imposantes zu bieten, z.B. mit dem zur Weltausstellung 1958 errichteten Atomium, dem im Zentrum liegenden Grand Place, dem Königspalast mit Dienstsitz des belgischen Königs oder dem Jubelbogen, der anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der belgischen Unabhängigkeit im Jahr 1881 fertiggestellt wurde und der stark an die Architektur des Brandenburger Tores erinnert. Interessant ist auch, dass Brüssel bereits seit 100 Jahren über einen unterirdischen Hauptbahnhof und ein komplett unterirdisches Schienenverkehrssystem verfügt, wovon die Stadt nach Aussage der heimischen Reiseführerin in seinen baulichen Entwicklungsmöglichkeiten sehr profitiert hat. 

 

 

Vielfältig waren außerdem die Themen im Gespräch mit Norbert Lins: Von der Zuwanderung, zu deren Verringerung sich die baden-württembergischen CDU-Europaabgeordneten für eine möglichst schnelle Aufstockung des Frontexpersonals von 1.500 auf 20.000 im Bereich der Außengrenzen einsetzen wollen, über Fragen zu Abgasgrenzwerten, Luftreinhaltung, dem richtigen Standort entsprechender Messtationen, Problemen mit dem Artenschutz bei Wolf und Biber bis zu nationalen Interessen bei der Verteilung von EU-Mitteln und den Konsequenzen des Brexits. 

 

Am Ende der Reise war allen Teilnehmern noch klarer, welche Bedeutung die Entscheidungen in Brüssel inzwischen für das Leben der EU-Bürger haben und, dass Frieden, Freiheit und Sicherheit auf unserem Kontinent keine Selbstverständlichkeit sind. Es blieb die zweifelsfreie Erkenntnis, dass diese Werte durch die Förderung der Akzeptanz von Unterschiedlichkeit und Vielfalt immer wieder auf's Neue errungen und gleichzeitig nicht durch eine zu starke Betonung nationaler Interessen gegenüber dem Verbindenden und dem Gemeinsamen auf's Spiel gesetzt werden dürfen. Getreu dem aktuellen Leitbild der EU: "United in Diversity - Vereint in Vielfalt!"

 

 

 

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