Nach Jahrzehnten des Wartens ist die Planung der neuen B27 auf der Zielgeraden angekommen und das Planfeststellungsverfahren (Baugenehmigungsverfahren) läuft. Dieses Verfahren muss jetzt zügig abgeschlossen und endlich mit dem Bau begonnen werden. Denn es gibt viele gute Gründe, die dafür sprechen:

- enorme Entlastung der Ortsdurchfahrt (OD) Ofterdingen von heute 25.000 bis 30.000 KfZ/24h auf künftig 5.000 bis 10.000 KfZ/24h

- deutliche Entlastung der OD Nehren wegen Vollanschluss Schlattwiesen/Karl-Jaggy-Straße von heute rund 20.000 Kfz/24h auf künftig rund 11.000 KfZ/24h

- spürbare Entlastung der OD Bästenhardt und des Nordrings, die vor allem in den Hauptverkehrszeiten als Ausweichstrecken genutzt werden

- Reduzierung der Stauzeiten auf der B27 um 15 bis 30 Minuten in den Hauptverkehrszeiten mit der Folge, dass weniger Schadstoffe in die Luft gelangen.

- Mit dem künftigen vierstreifigen Querschnitt wird die Verkehrssicherheit im Vergleich zu heute erhöht: Von 2003 bis 2019 gab es auf der B27 im Steinlachtal 9 Tote, 81 Schwerverletzte und 525 Leichtverletzte. Der aktuelle Querschnitt ist nur für eine Belastung von bis zu 13.000 Kfz/24h ausgelegt. Bei Bad Sebastiansweiler sind es heute schon über 30.000! Hinzu kommen gefährliche Ampeln, Kreuzungen und fehlende Mitteltrennstreifen.

- Durch die Tieferlegung der Trasse sowie durch Lärmschutzwälle und -wände erfahren die Bewohner von Bad Sebastiansweiler (vor allem Kurpatienten), Bästenhardt und Belsen eine spürbare Lärmreduktion im Vergleich zu heute.

- Auch im Wohngebiet Nehren-Süd und im noch geplanten Wohngebiet Mössingen-Dachtel werden die gesetzlichen Lärmgrenzwerte durch Lärmschutzmaßnahmen eingehalten.

- Die heutige, nicht barrierefreie Unterführung bei Bad Sebastiansweiler wird künftig barrierefrei als Überführung mit Geh- und Radweg über die neue B27 ausgestaltet. Darüber hinaus wird es zwischen Mössingen und Nehren weitere vier Querungsmöglichkeiten für Radfahrer und Fußgänger geben.

- Hochwertiger Oberboden im Umfang von über 10 Hektar, der durch den Abtrag beim Bau der künftigen B27 entsteht, wird auf minderwertigeren landwirtschaftlichen Flächen im Steinlachtal aufgetragen und dort so der Ertrag verbessert.

- Die Heilquellen bei Bad Sebastiansweiler sind im Falle eines Gefahrgutunfalls nicht mehr gefährdet, da die neue B27 im Gegensatz zur alten in diesem Bereich ein Entwässerungssystem haben wird.

- Ein sozialer Aspekt: Der stark beanspruchten Berufsgruppe der LKW-Fahrer wird geholfen, unter anderem auch durch die Parkplätze mit Toilettenanlagen zwischen Bodelshausen und Bad Sebastiansweiler. Denn von Rottweil bis Stuttgart gibt es keine ausreichenden und hygienegerechten Parkmöglichkeiten für LKW-Fahrer.

- Tiere erhalten durch die neue Wildtierbrücke zwischen Bodelshausen und Bad Sebastiansweiler erstmals überhaupt die Möglichkeit, die B27 gefahrlos zu queren. Und durch die vielfältigen Ausgleichsmaßnahmen werden seltene Arten wie die Wanstschrecke, Fledermäuse oder der Feldhase auch künftig im Steinlachtal zu finden sein.

- Das Steinlachtal und Mössingen werden für die Wirtschaft noch attraktiver, was langfristig Investitionen, höhere Gewerbesteuereinnahmen und damit eine Verbesserung der Kommunalhaushalte mit sich bringt.

- Neue Trassenüberlegungen und Umplanungen würden uns um Jahre, wenn nicht Jahrzehnte zurückwerfen. Für die Mössinger CDU ist das keine Option – wir wollen die neue B27 jetzt!

Wir wünschen Ihnen eine erholsame Sommerzeit und allzeit freie Fahrt!

Dirk Abel
Vorsitzender CDU Stadtverband       

Dr. Andreas Gammel
Sprecher CDU Gemeinderatsfraktion

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